Skip to main content

2017: Länderübergreifendes S-Bahn- & Regionalbahn-Paket zur Entlastung der Pendler

Massive Stärkung von Flughafenschnellbahn S7, Franz-Josefs-Bahn und Ostbahn

Die S-Bahnen und REX-Linien in der österreichischen Ostregion sind eine Erfolgsgeschichte. Durch länderübergreifende Abstimmungen sowie eine langfristige Planung konnten in den vergangenen Jahren massive Fahrgaststeigerungen erreicht werden. Die Kehrseite des Erfolges: An manchen Hauptverkehrsadern gerade um und in Wien kommt es in Stoßzeiten immer wieder zu Kapazitätsengpässen.

Insbesondere die S7 (Wolfsthal – Fischamend – Schwechat – Wien Floridsdorf), die Franz-Josefs-Bahn im Abschnitt Wien – Klosterneuburg – St. Andrä-Wördern – Tulln – Tullnerfeld und die Ostbahn (Wien Meidling – Wien Hbf. – Grillgasse – Gramatneusiedl – Bruck/Leitha – Bratislava-Petržalka/Neusiedl am See) gehören zu stark nachgefragten Verkehrsschlagadern in der Ostregion. Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) hat nun im Auftrag der Länder Wien und Niederösterreich ein umfassendes Entlastungspaket entwickelt: Durch den Einsatz zusätzlicher Züge könnte 2017 eine massive Komfortsteigerung gerade für Berufs- und Bildungspendler umgesetzt werden. 

Konkret wurden am 6. Dezember 2016 die vergaberechtlich notwendigen Ankündigungen für optionale Mehrleistungen auf der Franz-Josefs-Bahn und der Ostbahn zur Veröffentlichung an die TED-Website, die Plattform für das europäische öffentliche Auftragswesen, versendet. Damit ist die rechtliche Basis für ein massives S-Bahn- und Regionalbahnpaket mit möglicher Umsetzung Ende 2017 geschaffen: 

  • S7: Achse Flughafen – Wien 

Durch eine Verdichtung der S-Bahn von zwei auf bis zu vier Züge pro Stunde und Richtung zwischen Flughafen Wien – Rennweg – Floridsdorf könnten zu besonders nachgefragten Zeiten zusätzliche Sitzplätze für bis zu 800 Fahrgäste pro Stunde und Richtung geschaffen werden. Angedacht ist dabei eine S7-Sprinter-Maßnahme zur Kapazitätserweiterung, welche die besonders stark nachgefragten Halte bedient. 

  • S40: Franz-Josefs-Bahn – Klosterneuburg – Tulln 

Für den Abschnitt Franz-Josefs-Bahnhof – Klosterneuburg – Kritzendorf werden zu den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten zusätzliche S-Bahn-Sprinterzüge erwogen. Damit könnte dieser am stärksten nachgefragte Abschnitt der Franz-Josefs-Bahn entlastet werden. In Folge könnte eine Weiterführung dieser „Sprinterzüge“ bis St. Andrä-Wördern die dortige Park+Ride-Anlage zu einem zentralen Umstiegsknoten vom PKW auf die Bahn ausbauen.

Zusätzlich sollen im Abschnitt Franz-Josefs-Bahnhof – Tulln – Regionalbahnhof Tullnerfeld auf der S-Bahnlinie S40 Taktlücken geschlossen und Kapazitätserweiterungen umgesetzt werden. Eine Verstärkung der REX-Verkehre Sigmundsherberg – Tulln – Wien wäre gerade für weiter anreisende Berufs- und Schulpendler eine Verbesserung des Öffi-Angebot

  •  Ostbahn: Wien Meidling – Wien Hauptbahnhof – Bruck/Leitha 

Im Abschnitt Wien Hauptbahnhof und Bruck an der Leitha (mit sämtlichen Zwischenhalten) sollen auf der S-Bahnlinie S60 Montag bis Freitag (wenn Werktag) zusätzliche Züge eingeführt werden.

Im Abschnitt Wien Hauptbahnhof und Bruck an der Leitha (mit Halten in Gramatneusiedl und/oder Götzendorf) sollen im schnellen Nahverkehr täglich zusätzliche REX-Züge verkehren. Teilweise werden die Nahverkehrszüge bis Neusiedl am See oder Bratislava-Petržalka verlängert. Damit könnten zu Hauptverkehrszeiten im Abschnitt Bruck an der Leitha – Wien Hauptbahnhof pro Stunde zusätzlich bis zu 500 zusätzliche Sitzplätze angeboten werden. 

Mit der nunmehr erfolgten Ankündigung auf der Plattform für das europäische öffentliche Auftragswesen ist die rechtliche Basis für eine Umsetzung der oben beschriebenen Maßnahmen geschaffen. Vorbehaltlich der Klärung technischer und finanzieller Aspekte ist die Inbetriebnahme der zusätzlichen Verkehre im Dezember 2017 möglich. 

Georg Huemer


georg.huemer@vor.at
+43 1 955 55 1512
+43 664 60 955 1512


Zurück zur Übersicht