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Innere Westbahn: Ab Dezember besseres Angebot durch neues Taktmuster Verkehrsverbund Ost-Region (VOR)

- WESTbahn-Klage gegen Fahrplananpassungen ohne Mehrkosten ausschließlich zum Schaden des Fahrgastes.

- Ergebnis des laufenden Verfahrens bleibt abzuwarten.

Aufgrund der Vollinbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofes wird zum heurigen Fahrplanwechsel am 13. Dezember das Fahrplanangebot der ÖBB-PV AG den neuen infrastrukturellen Gegebenheiten angepasst. Die WESTbahn läuft mit juristischen Spitzfindigkeiten gegen den Versuch des VOR Sturm, fahrgastfreundliche Fahrplananpassungen zeitgerecht umzusetzen. Zum aktuellen Verfahren bleibt der Entscheid des Wiener Verwaltungsgerichts abzuwarten. Sicher ist: Ein Erfolg der WESTbahn wäre ausschließlich zum Schaden tausender Fahrgäste. 

Zur mittels Presseaussendung der WESTbahn während eines laufenden Prozesses angestoßenen Diskussion rund um Vergabefragen im Schienenverkehr stellt VOR klar: Derzeit versucht die WESTbahn mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern, dass VOR kostenneutrale Fahrplananpassungen auf der Strecke Wien Westbahnhof – Hütteldorf – Bahnhof Tullnerfeld – St. Pölten umsetzt. „Wir haben weder vor, einen neuen Auftrag zu vergeben, noch sollen neue Zusatzaufträge abgegolten werden“, klärt VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll auf. Im Rahmen des bestehenden Vertrages sollen Fahrplananpassungen umgesetzt werden, um den Fahrgästen weiterhin gut getaktete Umstiege an den verschiedenen Bahnhöfen, sowie kurze Fahrzeiten zu ermöglichen.

„Wenn es der WESTbahn gelingen sollte, diese Änderungen mit juristischen Spitzfindigkeiten zu verhindern, dann nützt das niemandem und schadet tausenden Fahrgästen“, appelliert Schroll an die Verantwortlichen bei der WESTbahn, nicht die Interessen der Fahrgäste zu torpedieren. Zur aktuellen Debatte rund um eine einstweilige Verfügung stellt VOR klar: Das zuständige Verwaltungsgericht hat bislang in der Sache keine inhaltliche Entscheidung getroffen, es bleibt der Ausgang des Verfahrens abzuwarten.

Hintergrund:
VOR wurde Anfang diesen Jahres aufgrund verschiedener Interpretationen bezüglich der Fristensetzung bei Vergabeprozessen mit einem negativen Erkenntnis des Wiener Verwaltungsgerichtes bezüglich einer geplanten Direktvergabe von Schienenleistungen an die ÖBB-Personenverkehr AG konfrontiert und konnte die geplante Direktvergabe letztlich für den kommenden Fahrplanwechsel nicht umsetzen.
Nachdem das gesamte Bahnangebot in Österreich aber unabhängig von den Befindlichkeiten des WESTbahn-Managements umfangreiche Umstellungen erfahren wird, – es wird unter Anderem die Vollinbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofes umgesetzt – plant VOR, im Rahmen des gültigen Verkehrsdienstevertrages durch kostenneutrale Fahrplananpassungen, Nachteile für die Fahrgäste zu verhindern. „Zur Klarstellung: Es sollen keine entgeltlichen Aufträge an die ÖBB-PV AG oder sonst wen vergeben werden. 
Die geplanten Fahrplananpassungen sollen kostenneutral umgesetzt werden. Im laufenden Verfahren hat niemand etwas zu gewinnen, einzig die Fahrgäste viel zu verlieren“, appelliert Schroll abschließend an das WESTbahn-Management, von zweckbefreitem juristisch-publizistischem Aktionismus Abstand zu nehmen. 

Georg Huemer

Georg Huemer
Mediensprecher


georg.huemer@vor.at
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