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Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) zu aktuellen Vorwürfen der WESTbahn AG: Im Fokus ist beste Öffi-Lösung für die Fahrgäste und die Gesamtregion

Zur heutigen Aussendung des teilprivaten Bahnbetreibers WESTbahn, der die Vergabemodalitäten im Schienenverkehr kritisiert, hält VOR fest: Die Vergabepraxis des Bundes sowie des VOR entspricht sowohl EU-Vorgaben (EU-Verordnung 1370/2007, „PSO-Verordnung“) als auch den verkehrsplanerischen und wirtschaftlich-technischen Notwendigkeiten. Ziel des VOR ist die Schaffung eines Gesamtsystems im öffentlichen Verkehr in der Ostregion. Die aktuell beanstandete Ankündigung einer Direktvergabe im Schienenbereich an die ÖBB-Personenverkehr AG (ÖBB-PV AG) hat das alleinige Ziel, mögliche Optimierungen im kommenden Schienenfahrplan ab Dezember 2015 im Sinne der Fahrgäste und der Gesamtregion umzusetzen. „Dabei handelt es sich keineswegs um eine Subvention, sondern wir bestellen eine konkrete Leistungserbringung, die natürlich entsprechend finanziert werden muss“, so VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn. „Es darum, das Schnellbahn- und Regionalbahnsystem in der Ostregion so weiterzuentwickeln, dass das Beste für die Fahrgäste und die gesamte Region – auch wirtschaftlich – erreicht wird,“ bringt VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll die Sachlage auf den Punkt. Das Ansinnen, dass einzelne Strecken bzw. Verbindungen aus dem Gesamtsystem herausgelöst werden sollen, um dann extra vergeben zu werden, wird seitens VOR zurückgewiesen: Eine solche Vorgehensweise widerspräche dem Auftrag, ein optimiertes, effizientes Gesamtsystem zu schaffen.

Hintergrund:

VOR koordiniert und beauftragt den öffentlichen Personennah- und -regionalverkehr in der Ostregion. Beim Schienenverkehr ist VOR für die Finanzierung jener Leistungen zuständig, die über das vom BMVIT bestellte Grundangebot hinausgehen. Das sind rund 10% der gefahrenen Zugkilometer in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Diese Beauftragungen im Schienenverkehr werden seit 2010 im Rahmen von Verkehrsdiensteverträgen gemäß PSO-Verordnung bzw. BVergG als Direktvergabe an die ÖBB-PV AG geleistet (Laufzeit bis 2019). Im Dezember 2015 werden nach der Vollinbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofes wesentliche Änderungen im überregionalen Schienenverkehr vorgenommen. VOR wird entsprechend diesen überregionalen Änderungen Anpassungen im Regionalbahn- und S-Bahnverkehr umsetzen. Die Detailplanungen sind derzeit im Gange. Insgesamt sind möglicherweise Zusatzbeauftragungen notwendig. Gegen die Ankündigung solcher Zusatzbeauftragungen an die ÖBB PV AG hat ein teilprivater Bahnbetreiber geklagt. Aus Sicht von VOR ist diese Direktvergabe der einzig realistisch gangbare Weg, wesentliche Verbesserungen im Gesamtsystem Schienenverkehr wirtschaftlich effizient und fahrplantechnisch sinnvoll ab Dezember 2015 umzusetzen.

Georg Huemer

Georg Huemer
Mediensprecher


georg.huemer@vor.at
+43 1 955 55 1512
+43 664 60 955 1512


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