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VOR appelliert an manche Kritiker: Seriöse Kritik ja, Fahrgastfehlinformation nein!

Start des neuen Tarifsystems für die Ostregion durch teils krasse Fehlinformation einiger Akteure begleitet.

Wien, 12. Juli 2016. Fehlinformationen, Falschdarstellungen und populistische Vereinfachungen prägen die Kommunikation einiger Akteure zu den neuen Tarifen des Verkehrsverbund Ost-Region (VOR). Ein aktuelles Beispiel: Während es VOR endlich gelungen ist, für Senioren, Menschen mit Behinderung und Blinde eine einheitliche Ermäßigung für alle Verkehrsmittel in der Ostregion zu erreichen, beschwert sich eine Organisation per Presseaussendung über vermeintliche Verschlechterungen für Menschen mit Behinderung. Diese Interessensvertretung ist leider nicht alleine: Andere beschweren sich über vermeintlich pauschale Verteuerungen für Pendler, ein vielzitiertes Beispiel dafür ist die Relation Mödling – Wien, ohne dabei zu beachten, dass die Jahreskarte für Mödling – Wien inklusive Kernzone bis auf € 3 gleich bleibt. "Wir stellen uns gerne der Kritik und nehmen ernst gemeinte Vorschläge gewissenhaft auf," so VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll.  "Wenn die Arbeiterkammer etwa den Nachweis verlangt, dass sich der VOR kein Körberlgeld herausschlägt, dann werden wir in der nächsten Bilanz selbstverständlich den Beweis erbringen", bestätigt auch VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn. "Fahrlässige Fehlinformationen, populistische Rundumschläge und von Fachwissen völlig befreite Kritik bringt dem Absender vielleicht eine Schlagzeile, verunsichert aber ansonsten die Fahrgäste und schadet dem Öffentlichen Verkehr", appellieren die VOR-Geschäftsführer unisono zu Fairness und Verantwortungsbewusstsein.

Neues Tarifsystem umfassend für drei Bundesländer mit zusätzlichen Ermäßigungen

VOR setzt diesen Sommer eine umfassende Reform der Tarife im Öffentlichen Verkehr in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland um. Neu ist eine wesentliche Vereinfachung der Preisgestaltung für die Kunden - Zonenzählen hat ein Ende, es genügt die Angabe von Start und Ziel. Neu ist auch eine wesentlich fairere Preisgestaltung - die Preise berechnen sich nach den in Anspruch genommenen Verbindungen und orientieren sich an den Gemeindegrenzen. Und neu ist außerdem der umfassende Ansatz: Es gibt ein umfassendes Tarifsystem für drei Bundesländer mit einheitlichen Tarifen für Bus und Bahn (vormals gab es A-Zonen für Bahnfahrer und B-Zonen für Bahn & Bus); es gibt keine Ausnahmeregelungen wie Überlappungsbereiche oder Stichstrecken; und es gibt ein neues, einheitliches Ticketsortiment, das erstmals Tageskarten beinhaltet, sowie erstmals durchgängig und für alle Verkehrsmittel Ermäßigungen für Senioren, Menschen mit Behinderung sowie Blinde bei Einzelfahrten und Tageskarten. Von Verkehrspartnern angebotene Ermäßigungen im jeweiligen Haustarif, welche über das Ticketangebot des VOR hinausgehen, bleiben von der Tarifumstellung unberührt.

Einfach von A nach B: Neu für Senioren, Menschen mit Behinderung und Blinde

Die Tickets im Verbundtarif gelten grundsätzlich immer von Ort A nach Ort B und beinhalten den jeweiligen Stadt- oder Ortsverkehr. Wenn also ein Fahrgast in der Früh von Mödling nach Wiener Neustadt fährt, dort sein Tagwerk vollbringt und am Abend etwa ins Kino geht, dann beinhaltet die Fahrkarte alle Bahn- und Busverbindungen nicht nur zwischen den Gemeinden, sondern auch das umfangreiche Busnetz in Mödling und Wiener Neustadt. Die Person kann sich also EINE Tageskarte kaufen und alle Wege damit bestreiten. Gerade für Menschen mit Behinderung ist diese neue Vereinfachung oft ein großer Vorteil, denn früher wären für sie bis zu drei unterschiedliche Karten notwendig gewesen (Buskarte für Mödling, ermäßigtes Bahn-Ticket nach Wiener Neustadt, Stadtverkehr Wiener Neustadt).

Kostenneutrale Umstellung bringt viele Vorteile

Insgesamt ist die Umstellung auf das neue Tarifsystem kostenneutral. Der Verkehrsverbund wird also weder mehr noch weniger einnehmen. Einige Fahrgäste zahlen im neuen Tarifsystem weniger für Ihre Wege - das sind vor allem jene, die vormals für kurze Strecken eine ganze oder gar zwei Zonen zahlen mussten. Auf einige Fahrgäste kommen Mehrkosten zu - das betrifft vor allem jene, welchen Ausnahmeregelungen wie Überlappungsbereichen zu Gute kamen. Die meisten Fahrgäste bemerken preislich nichts von der Systemumstellung, da ein Großteil der viel genutzten Relationen gleich günstig bleibt. 

"Selbstverständlich werden wir die neue Tarifgestaltung gewissenhaft evaluieren und gegebenenfalls wo notwendig auch Feinjustierungen vornehmen", so Thomas Bohrn. "Insgesamt sind wir aber stolz, nach langer und gewissenhafter Vorbereitung ein einfaches, faireres und umfassendes Tarifsystem auf die Beine gestellt zu haben, das die alten Systeme ersetzt, und die Herausforderungen unserer Zeit sowie zukünftigen Ansprüchen gerecht wird", so Wolfgang Schroll abschließend.

Georg Huemer

Georg Huemer
Mediensprecher


georg.huemer@vor.at
+43 1 955 55 1512
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